Schlagwort-Archive: Natascha L. Michnow

Laudatio

„Ein 3-fach Hoch!“

Es ist an der Zeit, sich einmal freundlich und in aller Form bei unserem Sponsor Andreas Schaich zu bedanken!

Auch schon in der Vergangenheit ist Herr Schaich in Erscheinung getreten, als es um die Anschaffung eines guten Beamers samt Leinwand ging, für die multimediale Präsentation der Lesungen, da es auf dem Fernseher im damaligen Café Paris doch eher kläglich aussah.

Natascha allein hätte den notwenigen Betrag nur  sehr schwer aufbringen können, zudem damals ja noch kein Unkostenbeitrag erhoben wurde.

 A. Schaich kam ins Spiel und bot sich als Sponsor an, da er als kulturliebender, durchaus technisch versierter Mensch, die Notwendigkeit des Geräts realisierte und ohne viele Worte zu machen sah, was zu tun war. Für Ihn gar keine Frage, und bei der nächsten Lesung konnte sie schon voller Stolz Ihre Projektionen in voller Pracht präsentieren! Chapeau!

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Kurzgeschichten von Dr. Gabriela Căluțiu Sonnenberg

Kurzgeschichten, Reportagen und Satirische Beobachtungen von Gabriela Căluțiu Sonnenberg

Eine Rezension von Gerdi Gerhardt

Vorwort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Dr. Gabriela Sonnenbergich habe mir vorerst die Kurzgeschichten von Dr. Gabriela Căluțiu Sonnenberg zum Rezensieren vorgenommen. Ich kenne ja Gabrielas Werke bereits seit dem 14. Mai 2014 von dem Event im Café del Mar in Moraira, als Natascha uns einen wunderbaren Abend mit Cherry Laine und, wie Sie es ausdrückte, „schreibenden Talenten“ an der Costa Blanca präsentierte. Es gaben neben Ihr noch Christian Catterfeld, Elfriede Lehnhardt und Paul Schliemann einige Kostproben von Ihrem Schaffen zum Besten. Ein wahrlich inspiriender, wie immer hochkarätiger Abend.



BoleroMittlerweile ist Sie des öfterern auch einmal auf der Rednerbühne der Literatur- und Kulturfreunde zu finden, zuletzt bei der großartigen Präsentation von Rumänien und  der Vorstellung von Ihrem neuen Buch „Bolero“ , welches zur Zeit leider nur auf Rumänisch vorliegt – an einer deutschen Übersetzung wird gerade gearbeitet, wie Sie mir versicherte.

Nun habe ich ja längere Zeit, bis auf die Events von Natascha, kaum etwas von Ihr gehört,  wenn man von dem Wenigen, was man in der lokalen Presse erfährt absieht. Um so schöner und welche Ehre war es für mich, dass ich mit der Betreung Ihrer, sich im Aufbau befindlichen, Webseite betraut wurde! Auf Ihrer mehrsprachigen Webseite (Deutsch ist fast fertig, Spanisch und Rumänisch sind z.Z. in Arbeit) finden sich unter anderem auch einige Leseproben sowie Kurzgeschichten.
Wie Gabriela so schön sagt: „Wertvolles lesen, Lesenswertes schreiben.“ … in diesem Sinne!

Nun zu den Kurzgeschichten

winter
Nicht die Costa Blanca
Schloss Peles (c) romaniadacia

Auf der Webseite fängt es mit dem Winternachklang an, die in dem Jahre 2000 an der winterlichen Costa Blanca spielt. Es handelt sich dabei um eine kurze Geschichte von einer Party mit einigen Freunden, wie immer in dem unverkennbaren Stil  von Frau Dr. Sonnenberg geschrieben; leicht und schön geschrieben, gewürzt mit einer Prise Humor und ein wenig Selbstironie wenn es um das Thema „Gesang“ geht, wirklich einfach köstlich:
„… Ich neige eher dazu, eine leichte Verzerrung in meinem Selbsturteilsvermögen, aus eben dem vorhin erwähnten Grund, zu vermuten. Eins steht aber fest: ich kam mir geradezu wie eine Nachtigall vor!

Es geht weiter mit der Kurzgeschichte Second Hand, die von Gabriela schon bei den Literaturfreunden vorgetragen wurde.  Eine interessante Story über die Geschichte eines Kleides aus Satin, wirklich lesenswert.  Sie beginnt während der „finsteren“ Ceaușescu-Diktatur, und es ist wirklich Erstaunlich zu erfahren, welche Geschichte das Kleid und ihre Besitzerin hinter sich hatten, bevor Sie es erwarb: „Eine ihrer faszinierendsten Geschichten war die ihres schwarzen Glamour-Kleides. Für mich war es unbegreiflich, dass sie so etwas wertvolles aus dem gelobten, fernen Amerika besitzen konnte, wo unsereiner sich höchstens mit einer Packung Wrigley- Kaugummi oder einer Schachtel Kent-Zigaretten rühmen konnte.“

Hat es sich so zugetragen? Existiert das Satinkleid wirklich? Es könnte sein, man weiß es nicht… spannend ist es allemal! Vielleicht klärt uns ja eines Tages die Autorin darüber auf.


Dazu können Sie gerne mehr Erfahren, zum einen erstmal die Einladung vom 27. und 28. September 2017 zum anderen das Video vom Vortrag aus dem Archiv der Literaturfreunde bei You Tube.


Plastiktüten
Foto: NABU/S. Hennigs

Dannach folgt die heitere, aber dennoch Nachdenklich stimmende Geschichte Namens „Eingetütet“, in der sich Gabriela Gedanken um den Verpackungswahnsinn, im Speziellen  um Plastiktüten macht. Durchaus pointiert lässt Sie uns an Ihren As­so­zi­iationen und Alltagsgedanken teilhaben.
Auch davon eine winzige Kostprobe: „An einem jener Abende, an denen mein Mann aus dem Haus ist und ich ganz alleine über die Fernbedienung herrschen darf, entschied ich mich bewusst nicht wieder für eine meiner sonderbaren Kosmetikanwendungen (vielleicht eine Gurkenmaske?), und auch nicht für das Kochen eines ungewöhnlichen Abendmahls (Knoblauch gefällig?), sondern packte meinen ganzen Mut zusammen und widmete mich dem Sortieren der Plastiktüten, die sich in unserer Vorratskammer gefährlich angehäuft hatten.“
Wie es wohl weiter gehen mag?

kalaschnikowBei den Kurzgeschichten Das zerschlagene Ei, Äpfel und Kalaschnikows und Antwort weiß allein der Wind handelt es sich um kleine Bonmots; satirische Anmerkungen, Reportagen oder einfach Gedanken zum Jahresausklang. Das Ach so leidige Thema Katalonien wird zum Beispiel mit einem Ei Assoziiert: „Wenn das Ei durch äußerliche Gewalt zerschlagen wird, bedeutet es Tod. Wenn es aber von innen aufgebrochen wird, beginnt ein neues Leben. Veränderungen, die von innen nach außen vorangetrieben werden, wirken also tiefer.“

Ob es um Katalonien, die politische Entwicklung im Allgemeinen („Eingeschüchtert von allen Seiten, zwischen Osten und Westen zusammengedrückt, von großen und noch größeren Mächten bedrängt, kommt man sich heutzutage fast schuldig vor, wenn man nicht unter die Revolutionäre geht.„) oder um Demokratie und Glück geht, stets bleibt es unterhaltsam, zuweilen kritisch und ironisch,  aber immer scharfsinnig Beobachtet.
Und auch Gabriela bleibt der Zukunft optimistisch zugewand, schreibt gegen Ende: „Wir müssen uns keine Sorgen machen, solange wir mitten im Winter, sozusagen im Permafrost der Feiertage feststecken.“

Abschließend möchte ich nur sagen, das mir Ihr unverkennbarer Schreibstil sehr gefällt. Es macht großen Spass Ihre Werke zu Lesen und ich muss mich nun Zweifelsohne bis zur Veröffentlichung von Bolero auf Deutsch gedulden. Wohlan! Auf bald,

Ihr Gerdi


Webseite: la-gamba.net

Eindrücke vom Treffen der Literatur- und Kulturfreunde Costa Blanca Nord

N a c h b e r i c h t   z u m   T h e m a   R U M Ä N I E N

vom 26. April 2018, im schönen Restaurante Pedramala (Benissa),

von Dr. Gabriela Calutiu Sonnenberg.

Rumänien - Siebenbürgen Was war das für ein umfangreiches Thema, das mir unsere stets an Neuem interessierte Organisatorin und Moderatorin Natascha L. Michnow vorschlug, als sie das Wort RUMÄNIEN nannte! Mein Herz fühlte sich plötzlich ganz schwer an, denn die Bewältigung dieser umfangreichen Aufgabe erschien mir schier unmöglich. Wie soll man die vielfältigen Facetten meines Heimatlandes in zwei kurze, viel zu kurzen Stunden zusammenfassen?

Auf der anderen Seite wusste ich, dass ich so ein großzügiges Angebot niemals abschlagen durfte, denn schließlich hatte ich insgeheim schon seit längerer Zeit auf eine faire Chance gewartet, mein Heimatland so vorzustellen, wie es wirklich ist, und nicht so wie es leider oft in gängigen Klischees verbreitet wird. „Irgendwo muss irgendwie irgendjemand anfangen“, ging es mir durch den Kopf, und „es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

Zugegeben, ich wusste dass ich in Natascha eine starke Verbündete hatte, die sich mit immensem Einsatz einbringt und tatkräftig anpackt. Um meinen gestärkten Rücken wissend, sagte ich also begeistert zu.

Die Vorbereitungszeit war kurz. Vielleicht war das auch unser Glück, denn nur unter Druck konnten wir uns tatsächlich auf das Wesentliche konzentrieren und mussten, manchmal auch schweren Herzens, einsehen, dass wir wirklich nur einige „Appetithäppchen“ anbieten durften, in der Hoffnung dass unsere Gäste sich anschließend so vom Thema angesprochen fühlten, um es auf eigene Faust weiter zu erkunden.

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