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CRÜSEMANN von J. Draxler

CRÜSEMANN

Wenn die Welt ruft…

Roman

von Klaus J. Heyl

Crüsemann

Bereits beim Vorwort war meine Neugierde geweckt. Die wunderbare und konforme Sprache, die dem Flair der damaligen Zeit entspringt, lockte mich in die Welt der Gründerjahre des Norddeutschen Lloyd und in das Leben von Eduard Crüsemann.

Bestsellerverdächtig, dachte ich und blieb bei diesem Gedanken, je länger ich der spannenden Biographie folgte.

Der Autor Klaus J. Heyl versteht das literarische Handwerk. Ich fühlte mich geborgen in den ruhigen Erzählungen, die jedoch bis zum Schluss mit einer knisternden Spannung einhergingen. Der romantische Touch und die Ehrenhaftigkeit der Protagonisten (auch gegenüber dem weiblichen Geschlecht), rührten mich sogar zu ein paar Tränen.

Durch meine Affinität zu Wellen, Wasser und Schifffahrt, fühlte ich mich auf geschichtliche und lehrreiche Weise in die Welt hinausgetragen.

Fazit: Eine unvergleichlicher Roman und eine faszinierende Geschichte.

Ihre
Jutta Draxler

Garten-Restaurant

Kochen ist eine Kunst und eine gar edele. Henriette Davidis (1801 – 1876),
gilt als die berühmteste Köchin und Kochbuchautorin Deutschlands. Die deutsche Kochkultur wurde durch sie entscheidend geprägt, besonders populär sind bis heute ihre Worte »Man nehme …«, mit der sie ein jedes Kochrezept einleitete

Wir essen gerne Indisch, Spanisch, Japanisch oder im Wok, aber manchmal muss es doch die gutbürgerliche, deutsche Hausmannskost sein! So hat es uns heute nach Vergel in das Garten-Restaurant geführt.

Das Garten-Restaurant in Vergel hat ein täglich wechselndes Tagesmenü, bestehend aus Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch – jedoch ohne Getränk – und einen preiswerten Seniorenteller für 6,50 € im Angebot. Das Restaurant liegt etwas Abseits, an der alten N332, unweit vom Lidl.

Wir hatten telefonisch einen Tisch in der Gaststätte vorbestellt, es wäre doch möglicherweise zu kalt für draußen gewesen. Auch hatten wir das Essen vorbestellt, Dienstags ist Kalbsleber-Tag und die Leber lachte uns an!

Im Garten-Restaurant

So kamen wir zur avisierten Zeit und wurden nach freundlicher Begrüßung plaziert.

Als Unterstützung war Bernd Jopp vom Restaurante Pedramala und ein Freund namens Juan mit dabei.

Wir taten gut daran, reserviert zu haben, das Restaurant war voll, und trotz der Sonne doch etwas kühl.

Das Menü

Als Vorspeise wurde eine Champingnon-Creme-Suppe serviert, gefolgt von einem kleinen gemischten Salat.

Und dann kam die sehnlich erwartete Leber. Ansprechend war sie angerichtet und die Portion war wahrlich ausreichend. Es war zwar nicht Leber „Berliner Art“, aber durchaus ähnlich.

Auf dem (selbstgemachten) Kartoffelpürré thronte zwischen knusprig gebratener Zwiebeln eine garnierte Apfelscheibe – Wunderbar! Es war genügend von der Leber und der schmackhaften Sauce vorhanden, es wurde schnell still am Tisch. Wann bekommt man in Spanien schon einmal Kalbsleber? Normalerweise wird Schweineleber verwendet, kein Vergleich.

Die Testesser  bei der Arbeit

Nach dem Hauptgericht flackerten die Gespräche wieder auf – der Mund war ja nicht mehr voll, und es wurde der Nachtisch serviert: Pudding, mit roter Grütze nicht unähnlichen Früchten und Schlagsahne.

Fazit:

Einmal mehr hatten wir das richtige Gespür gehabt.

Wer gutbürgerliche deutsche Küche möchte, der wird im Garten-Restaurant mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.

Und das zu einem vernünftigen Preis (siehe unten), wir werden noch ein- oder besser mehrmals Einkehren. Getränke gehen extra.

Es ist erlaubt, seinen Hund mitzubringen.


Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut

Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich
die altgermanische Küche.
Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
holdselig sind deine Gerüche.
Gestovte Kastanien im grünen Kohl,
so aß ich einst bei der Mutter!
Ihr heimischen Stockfische, seid mir gegrüßt,
wie schwimmt ihr klug in der Butter.
Jedwedem fühlenden Herz bleibt
das Vaterland ewig teuer.
Ich liebe auch recht braun geschmort
die Bücklinge und Eier.
Wie jauchzen die Würste in spritzendem Fett!
Die Krammtesvögel, die frommen
Englein mit Apfelmus,
die zwitschern mir: „Willkommen!“
Heinrich Heine (1797 – 1856),
eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Telefon:
620 00 23 11

Adresse:
Cami Vell de Gandia, 12
Vergel


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Yamasaki

Wenn man große Mengen isst, so ist der Wohlgeschmack klein; wenn man kleine Mengen isst, ist der Wohlgeschmack groß.
Japanisches Sprichwort

Asiatisch genießen

Wir, das „literarische Team“, waren einmal mehr für Sie unterwegs, um Sie an unseren Restaurantempfehlungen zu erfreuen.

Yamasaki

Diesmal, wie unschwer zu erkennen ist, waren wir in dem japanisch-asiatischen Restaurant Yamasaki in Vergel, in der Nähe vom Lidl.

Das Konzept ist ähnlich eines Wok – all you can eat! Der Unterschied: Es wird alles al minute frisch für Sie zubereitet! Es gibt eine sehr große Auswahl an kleinen Gerichten, man hat eine Liste am Tisch und kreuzt an, was man haben möchte. So weit – so gut.

Das Essen im Yamasaki

Aber genug der Vorrede, wie und was gibts es zu Speisen? Für mich ist japanischisches Essen wie eine Konfektschale, die kleine, köstliche Happen beinhaltet, und so ist die Karte für den Laien vielleicht erst einmal unübersichlich bzw. unverständlich.

Aber es heisst ja auch: „Nicht verzagen, Gerdi fragen

Jutta und Luitgard

Also machten wir uns an die „Vorspeisen“, die erste Bestellung von 5 möglichen Runden. Es wurden Saba, Sake, Ebi und Tekka Nigiri (Makrele, Lachs, Gamba und Thunfisch), California und Tekka Maki, dazu drei Sorten Temaki, weiterhin Lachs- und Thunfisch-Tartar (Sake– und Maguro– Gunkan) bestellt.

Das Essen kam dann auch recht zügig, lecker und appetitlich angerichtet; ein Augen- und Gamenschmaus.

Danach bestellten wir, quasi als „Zwischengang“, eine Sauer-Scharf-Suppe, etwas frittieres, paniertes Gemüse, Yakitori – Spieße (Hühnchenspieß mit köstlicher Sauce), Harumaki Rollen, Ebi Tempura und Gioza (frittierte Gambas und Teigtaschen, den chinesischen Dim-Sun nicht unähnlich)-  wir kamen nicht umhin, noch eine Ration der unverschämt leckeren Rindsroulädchen (Usuyaki) zu bestellen.

Als „Hauptgerichte“ wählten wir die knusprige Ente mit „Pekingentensauce“, Gambas, Gemüse, Schwein Süß-Sauer, Kalbsfleisch in thailändischer Sauce und Tintenfisch mit Gemüse.

Alle Speisen waren überaus ansprechend präsentiert, und erst die exotischen Geschmäcke, die unsere Gaumen kitzelten!

Gerne hätten wir mehr gegessen, doch es war bereits (fast) zuviel – nur noch Platz für ein Dessert.

So bestellten wir Profiteroles und einen Café zum Abschluss.

Zusammenfassung

Das Yamasaki ist mit Sicherheit kein „Top-Level“ Sushi-Restaurant, wie könnte es auch bei diesem Preis. Wohltuend hebt es sich aus der Masse der Woks heraus, mit einem anderen Konzept, Präsentation und Qualität. Wir waren begeistert ob der Verschiedenartigkeit der Geschmacksrichtungen und immer wieder aufs neue angenehm Überrascht.

Wir kehren sicher zurück, es gibt noch viel auf der Karte zu entdecken!

PS: Hunde sind draußen erlaubt.


Ein beidarmig zu umfassender Baum
wächst aus des Sprösslings feinstem Flaum,
ein Turm, der einmal neunstöckig werde,
erhebt sich aus einem Häufchen Erde.
Eine Reise, tausend Meilen lang,
mit einem ersten Schritt fing sie an!
aus Japan,
ein Zitat aus dem 64. Kapitel des Tao Te King



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