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Kurzgeschichte von Luitgard M. Matuschka

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Wieder eine liebenswerte Kurzgeschichte von Luitgard Maria Matuschka, die in der deutschsprachigen Costa Blanca Nachrichten Nord am 12. Juli 2019 veröffentlicht wurde, und aus ihrem Buch „Geschichten eines erfundenen Lebens“ stammt.

Ihre offiziellen Berufe sind Mathematik-Lehrerin, Dipl. Psychologin, Finanzexpertin und Entwicklungssoziologin.. Dazu kommt Filmproduzentin und Autorin.  Schauen Sie bitte die Vita dieser interessanten Frau auf meinen Künstlerportrait-Seiten an.

Sie lebte und arbeitete viele Jahre in der Entwicklungs-Zusammenarbeit in Lateinamerika, Afrika und Asien. Aus den Erlebnissen mit den unterschiedlichsten Menschen sind ihre ansprechendn Geschichten entstanden.

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Kurzgeschichte von Luitgard M. Matuschka

Zeichen des Himmels – Veröffentlicht in der deutschsprachigen Zeitung COSTA BLANCA NACHRICHTEN  Nr. 1850 vom 31. Mai 2019  unter R a s t r o Seite 63.

Zeichen des Himmels

von Luitgard M. Matuschka

Heute war ein warmer Herbsttag, ich lud Franz ein, mit mir durch den Park vor der Kirche und den Friedhof zu spazieren. Auf dem Friedhof sind einige Künstler- und Dichtergräber, die mit aufwändigen Skulpturen versehen sind.

Es beruhigt uns ältere Herrschaften, zu sehen, wie selbst hierzulande Kunst auf dem Friedhof zu finden ist und man nicht für immer vergessen sein wird. Wir waren eigentlich keine wirklichen Künstler, hatten bisher eher unauffällig ein wohlsituiertes Leben gelebt, dennoch blieb so etwas wie Hoffnung. Hoffnung auf eine Skulptur am Ende unserer Tage.

Sie lachen?

Hoffnung ist wie eine kleine Wolke, die im Abendlicht rosarot leuchtet, um in den Himmel zu ziehen. Aus „Gun Love“1 möchte ich dazu das Mädchen Pearl mit einer Frage an den Pfarrer zitieren, ob man in den Himmel kommen könne, die er so beantwortete „wir sehen doch den Himmel, also können wir auch dahin kommen“. Das wäre wie eine Skulptur auf dem Grab haben, lachten wir.

Wir hielten uns leicht an den Händen. Er hatte seine groben Lederhandschuhe an und ich legte meine kalte Hand in seine Handschuh-Hand. Wir lächelten über unseren Schabernack, taten so, als ob das ein kleiner Scherz nur zwischen uns beiden wäre, den wir aber insgeheim jeder für sich sehr ernst meinten, ohne es dem anderen zu zeigen.

Die kahlen Bäume wiegten sich leicht im Wind, unsichtbare Vögel zitterten leichte Töne hinauf ins All.

Fast am Tor des Friedhofes angekommen, ließ uns ein ohrenbetäubender Krach, ein Knall, ein Poltern, zerschmetternde Teile zum Anhalten zwingen. Weitaufgerissene Augen rasten hier und dort hin, streiften uns gegenseitig, das Umfeld, das Tor, den Himmel, als ob Gott zu uns sprechen wollte.

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Spanienkämpferinnen – ein Nachbericht

Man glaubt es kaum, obwohl – oder gerade wegen des eher „heiklen“ Themas musste das Team vom Cases des Sant Jaume noch Stühle ranschaffen; es wurde sehr voll. Die 80. Veranstaltung von Natascha L. Michnow, die bereits 44. Autorenlesung, wurde diesmal von Mag. Renée Lugschitz mit ihrem Buch „Spanienkämpferinnen“ gehalten.

Schon das Vorprogramm gefiel…

Es ging um den spanischen Bürgerkrieg, um die Frauen, darunter hunderte Ausländerinnen, die im freiwilligen Kampf gegen den Faschismus ihr junges Leben riskierten oder auch verloren.

Anhand Auszügen aus ihrem Buch wurde einige Aspekte aufgezeigt, die erst einmal gar nicht so offensichtlich sind: etwa die fast babylonisch anmutende Sprachenvielfalt unter den Freiwilligen und die daraus resultierenden Probleme, die „Rolle der Frau“ in den verschiedenen Kulturen und vieles anderes.

Aber auch Einzelschicksale, wie z.B. das von der deutsch-polnischen Fotografin Gerda Taro wurden herausgehoben.

Die meisten Frauen wurden später in ihrer Heimat gejagt und ins Lager gebracht, gefoltert oder hingerichtet. Nie gab es Anerkennung oder einen Dank!

Es war an der Zeit, das Renée Lugschitz diesen Frauen posthum ein Denkmal gesetzt hat, die ihnen zustehende Anerkennung für ihren Einsatz werden die meissten von ihnen leider nicht mehr erlebt haben.

Resümée – Ausblick auf Februar

Der wohlverdiente Applaus
Der wohlverdiente Applaus

Es war eine interessante und bewegende, in höchstem Maße facettenreiche Lesung, wie immer ausgezeichnet recheriert und illustriert von Natascha L. Michnow, die sehr berührt war von dem Buch, und nachdem Lugschitz den jungen Frauen eine Stimme gab, sie unbedingt diesen Kämpferinnen ihr eigenes Gesicht wieder geben wollte.

Nicht zu vergessen ihre Vor-Information, bei der wie immer „nie Gehörtes und Unerhörtes“ ( diesmal aus dieser Kriegszeit) zur Sprache kam.

Ein tolles Buch, eine spannende Zeit; das zur Zeit wieder weltweit aufkeimende „Rechte Gedankengut“ lässt einen Aufhorchen und sauer Aufstoßen. Wehret den Anfängen!

Nazis raus!

Ich freue mich jedoch schon auf den nächsten Monat, wenn es mit dem Schiffskoch und Autor Ulli  Krause und der 45. Autorenlesung mit Multimediashow und wieder etwas heiterer zugeht.

Ahoi!, ihr Gerdi