Krone-Schmalz, Prof. Dr. Gabriele

Krone Schmalz Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz

Anfang der 80er Jahre war die Frau mit dem charakteristischen, markanten Mephisto-Kurzhaarschnitt fast allabendlich im Fernsehen präsent. Sie war das Gesicht des TV-Politmagazins „Monitor“. Moderierte später u. a. den ARD-Kulturweltspiegel und hatte als erste ARD-Frau den Posten der Korrespondentin in Moskau inne. Eine der wenigen, die sich in der damaligen Männerdomäne MEDIEN mit Kompetenz und Fingerspitzengefühl behaupten konnte. Sie verfolgte Perestroika und Glasnost aus nächster Nähe, analysierte die politischen Zusammenhänge und ordnete sie ein. Bis heute pflegt sie einen guten Draht zu Michail Gorbatschow. Sie ist als eine der führenden deutschen Russlandsexperten sehr gefragt und pendelt ständig zwischen allen möglichen Orten der Welt hin und her.

Krone Schmalz & PutinSeit dem Jahr 2000 arbeitet sie im „Petersburger Dialog“ mit, einer von Putin und Exkanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufenen Organisation, die das deutsch-russische Verhältnis verbessern will. Dazu eine Gastprofessur an der Universität Lübeck. Bei der technischen Universität Ilmenau sitzt sie im Hochschulrat. Das Ehepaar Krone-Schmalz lebt seit 20 Jahren in Lindlar im Bergischen Land. Seit 2001 haben sie ein Ferienhaus an der Costa Blanca als Zweitwohnsitz und dazu eine hübsche, extra gelegene Ferienanlage. Vor allem im Winter sind sie froh, dem deutschen Schmuddelwetter gelegentlich entfliehen zu können.

Dass Krone-Schmalz den journalistischen Weg eingeschlagen hat, verdankt sie auch ihrem liberalen Elternhaus in Köln. Dem viel zu früh verstorbenen Vater, einem Konzertmeister, der ihr die Liebe zur musischen Bildung und vor allen Dingen Toleranz vorlebte. Sie lernte, wie wichtig Respekt im Umgang mit Menschen ist und wie wertvoll Weltoffenheit.

Geboren wurde Gabriele 1949 in Lam im Bayrischen Wald und lebte einige Zeit bei den Großeltern dort. Studierte Osteuropäische Geschichte, Politische Wissenschaften und Slawistik. Machte den Magister und promovierte in Geschichte und Politische Wissenschaften. Sie wurde Reporterin, Redakteurin, Moderatorin, Auslandkorrespondentin und ist heute freie Journalistin und Autorin. 

Krone-SchmalzNach mehreren Büchern über Russland und Deutschland hat Gabriele Krone-Schmalz das Buch „Privatsache“ geschrieben. Ein Buch in dem sie viel Persönliches preisgibt. Einblicke in ihren privaten, ereignisreichen, aufregenden Lebensweg, ihre Erfahrungen und Sichtweise. Ein ermutigender Streifzug durch ein Leben, das keine Konfrontation scheut. Und das mit provokanten Fragen zum Nachdenken anregt und Visionen für die Zukunft zeigt. Nur über eines spricht sie nicht in „Privatsache“: Ihre ausgefallene Eulen-Frisur. Die Fans wissen es ohnehin, dass der Ehemann Lothar diese Frisur 1970 erfand. Noch heute bringt er einmal in der Woche den akkuraten symmetrischen Schnitt seiner Frau in Form.

„Ich schreibe unheimlich gerne“, erzählt sie. „Meine bisherigen Bücher habe ich immer dann geschrieben, wenn ich mich über etwas ärgerte. Das war für mich Pflicht. Dieses Buch ist meine Kür.“ Und Sie sagt: „Man kann seinen Weg auch gehen, wenn man sich nicht verbiegen lässt“.

Für Ihr Engagement wurde sie mit vielfachen Preisen und Auszeichnungen geehrt:

• Mit dem Grimme Preis für MONITOR (Kriminelle Praktiken bei Industrie Ansiedlungen). Den Drexel Preis ebenfalls für MONITOR.

• Der 2. Grimme Preis, ein Live Sonderpreis in Silber für die Sendung „Drei vor Mitternacht“.

• Den Kritikerpreis für „Kraftakte – Frauenalltag in der Sowjetunion“ ein ARD Film.  Goldener Gong für „KGB-Verbrechen und Glasnost in der Sowjetunion“.

• Den Hildegard von Bingen Preis für Publizistik.

• Dann kam die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse für die Qualität der Fernsehberichterstattung dazu.

• Und 2008 die Verleihung der Puschkin-Medaille.

Seit Oktober 2008 ist sie Mitglied im Hochschulrat der TU Ilmenau, seit Oktober 2011 Professor für TV und Medienwissenschaften, Business and Information Technology School (BiTS). Staatlich anerkannte Private Hochschule University of Applied Sciences.

Auszüge aus der Ansprache des Botschafters der Russischen Föderation, S.E. Vladimir V. Kotenev bei der Überreichung der Puschkin-Medaille an Frau Krone-Schmalz im Rahmen eines feierlichen Empfangs. Er hat wunderbare, eindrucksvolle Worte gefunden:

Sehr geehrte Frau Krone-Schmalz, Sie sind nach Russland, damals noch Teil der Sowjetunion, während seiner Umbruchphase gekommen, „als jedes Jahr dort“, laut Ihrer eigenen Aussage, „dreifach zählte“. Bestimmt keine einfache Aufgabe, insbesondere nach Ihrem vergleichbar ruhigen ersten Auslandsposten in New York. Sie haben aber offene Augen gehabt und aus dem ARD-Büro Moskau stets ein differenziertes, sachliches und unbefangenes Bild von den Geschehnissen in Russland geliefert.

Auch nach Ihrer Abreise haben Sie die Entwicklungen im Land mit großem Interesse und Aufmerksamkeit, aber auch mit bemerkenswertem Mitgefühl und Respekt für die dort lebenden Menschen weiterverfolgt. Als studierte Politikwissenschaftlerin und Slawistin mit viel Fachwissen und Engagement haben Sie sich verpflichtet, in diversen Vortrags-Veranstaltungen, in den Medien und Veröffentlichungen zu den russisch-deutschen Beziehungen die Zusammenhänge zu erklären, Hintergründe auszuleuchten, mitzuhelfen, Entwicklungsprozesse ohne zwecklose Aufgeregtheit zu verstehen, und so dem Begriff „Russland Experte“ bzw. „Expertin“ seine ursprüngliche Bedeutung zurückgegeben.

Ihre Kritik an den vorhandenen Missständen akzeptieren wir gerne, denn es ist Stellungnahme eines Freundes, welcher mitfühlt, mitdenkt und Empfehlungen zum Besseren äußert, aber nicht pauschale Schwarzmalerei eines Besserwissers abgibt.

Für die Qualität Ihrer Fernsehberichte mehrfach, unter anderem mit dem „Bundesverdienstkreuz I. Klasse“, ausgezeichnet, weisen Sie unermüdlich auf die Diskrepanz zwischen der Realität in Russland und der zunehmend negativen westlichen Wahrnehmung, deren politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen hin, und entlarven bewusste und unbewusste Klischees im Russlandbild der Deutschen.

Sie engagieren sich aktiv im Lenkungsausschuss des „Petersburger Dialogs“, der auf Initiative des russischen Ex-Präsidenten Vladimir Putin und des deutschen Ex-Kanzlers Gerhard Schröder, ins Leben gerufen worden ist. Seit seinem Gründungstag tragen Sie zweifelsohne dazu bei, dass dieses bilaterale Diskussionsforum nach wie vor Rahmen für einen offenen und aufschlussreichen Dialog zwischen den Zivilgesellschaften Russlands und Deutschlands bietet.

www.krone-schmalz.de  und unter: Gabriele Krone Schmalz. Wikipedia

Original-Einladungen 14. Dezember 2009 und 14. November 2010 und  10. Juni 2012 als PDF öffnen.

Alle Fotos unserer Veranstaltungen sehen Sie bei der Wochenpost www.costa -info.de  unter Fotogalerie, bitte anklicken.