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Garten-Restaurant

Kochen ist eine Kunst und eine gar edele. Henriette Davidis (1801 – 1876),
gilt als die berühmteste Köchin und Kochbuchautorin Deutschlands. Die deutsche Kochkultur wurde durch sie entscheidend geprägt, besonders populär sind bis heute ihre Worte »Man nehme …«, mit der sie ein jedes Kochrezept einleitete

Wir essen gerne Indisch, Spanisch, Japanisch oder im Wok, aber manchmal muss es doch die gutbürgerliche, deutsche Hausmannskost sein! So hat es uns heute nach Vergel in das Garten-Restaurant geführt.

Das Garten-Restaurant in Vergel hat ein täglich wechselndes Tagesmenü, bestehend aus Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch – jedoch ohne Getränk – und einen preiswerten Seniorenteller für 6,50 € im Angebot. Das Restaurant liegt etwas Abseits, an der alten N332, unweit vom Lidl.

Wir hatten telefonisch einen Tisch in der Gaststätte vorbestellt, es wäre doch möglicherweise zu kalt für draußen gewesen. Auch hatten wir das Essen vorbestellt, Dienstags ist Kalbsleber-Tag und die Leber lachte uns an!

Im Garten-Restaurant

So kamen wir zur avisierten Zeit und wurden nach freundlicher Begrüßung plaziert.

Als Unterstützung war Bernd Jopp vom Restaurante Pedramala und ein Freund namens Juan mit dabei.

Wir taten gut daran, reserviert zu haben, das Restaurant war voll, und trotz der Sonne doch etwas kühl.

Das Menü

Als Vorspeise wurde eine Champingnon-Creme-Suppe serviert, gefolgt von einem kleinen gemischten Salat.

Und dann kam die sehnlich erwartete Leber. Ansprechend war sie angerichtet und die Portion war wahrlich ausreichend. Es war zwar nicht Leber „Berliner Art“, aber durchaus ähnlich.

Auf dem (selbstgemachten) Kartoffelpürré thronte zwischen knusprig gebratener Zwiebeln eine garnierte Apfelscheibe – Wunderbar! Es war genügend von der Leber und der schmackhaften Sauce vorhanden, es wurde schnell still am Tisch. Wann bekommt man in Spanien schon einmal Kalbsleber? Normalerweise wird Schweineleber verwendet, kein Vergleich.

Die Testesser  bei der Arbeit

Nach dem Hauptgericht flackerten die Gespräche wieder auf – der Mund war ja nicht mehr voll, und es wurde der Nachtisch serviert: Pudding, mit roter Grütze nicht unähnlichen Früchten und Schlagsahne.

Fazit:

Einmal mehr hatten wir das richtige Gespür gehabt.

Wer gutbürgerliche deutsche Küche möchte, der wird im Garten-Restaurant mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.

Und das zu einem vernünftigen Preis (siehe unten), wir werden noch ein- oder besser mehrmals Einkehren. Getränke gehen extra.

Es ist erlaubt, seinen Hund mitzubringen.


Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut

Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich
die altgermanische Küche.
Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
holdselig sind deine Gerüche.
Gestovte Kastanien im grünen Kohl,
so aß ich einst bei der Mutter!
Ihr heimischen Stockfische, seid mir gegrüßt,
wie schwimmt ihr klug in der Butter.
Jedwedem fühlenden Herz bleibt
das Vaterland ewig teuer.
Ich liebe auch recht braun geschmort
die Bücklinge und Eier.
Wie jauchzen die Würste in spritzendem Fett!
Die Krammtesvögel, die frommen
Englein mit Apfelmus,
die zwitschern mir: „Willkommen!“
Heinrich Heine (1797 – 1856),
eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Telefon:
620 00 23 11

Adresse:
Cami Vell de Gandia, 12
Vergel


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Yamasaki

Wenn man große Mengen isst, so ist der Wohlgeschmack klein; wenn man kleine Mengen isst, ist der Wohlgeschmack groß.
Japanisches Sprichwort

Asiatisch genießen

Wir, das „literarische Team“, waren einmal mehr für Sie unterwegs, um Sie an unseren Restaurantempfehlungen zu erfreuen.

Yamasaki

Diesmal, wie unschwer zu erkennen ist, waren wir in dem japanisch-asiatischen Restaurant Yamasaki in Vergel, in der Nähe vom Lidl.

Das Konzept ist ähnlich eines Wok – all you can eat! Der Unterschied: Es wird alles al minute frisch für Sie zubereitet! Es gibt eine sehr große Auswahl an kleinen Gerichten, man hat eine Liste am Tisch und kreuzt an, was man haben möchte. So weit – so gut.

Das Essen im Yamasaki

Aber genug der Vorrede, wie und was gibts es zu Speisen? Für mich ist japanischisches Essen wie eine Konfektschale, die kleine, köstliche Happen beinhaltet, und so ist die Karte für den Laien vielleicht erst einmal unübersichlich bzw. unverständlich.

Aber es heisst ja auch: „Nicht verzagen, Gerdi fragen

Jutta und Luitgard

Also machten wir uns an die „Vorspeisen“, die erste Bestellung von 5 möglichen Runden. Es wurden Saba, Sake, Ebi und Tekka Nigiri (Makrele, Lachs, Gamba und Thunfisch), California und Tekka Maki, dazu drei Sorten Temaki, weiterhin Lachs- und Thunfisch-Tartar (Sake– und Maguro– Gunkan) bestellt.

Das Essen kam dann auch recht zügig, lecker und appetitlich angerichtet; ein Augen- und Gamenschmaus.

Danach bestellten wir, quasi als „Zwischengang“, eine Sauer-Scharf-Suppe, etwas frittieres, paniertes Gemüse, Yakitori – Spieße (Hühnchenspieß mit köstlicher Sauce), Harumaki Rollen, Ebi Tempura und Gioza (frittierte Gambas und Teigtaschen, den chinesischen Dim-Sun nicht unähnlich)-  wir kamen nicht umhin, noch eine Ration der unverschämt leckeren Rindsroulädchen (Usuyaki) zu bestellen.

Als „Hauptgerichte“ wählten wir die knusprige Ente mit „Pekingentensauce“, Gambas, Gemüse, Schwein Süß-Sauer, Kalbsfleisch in thailändischer Sauce und Tintenfisch mit Gemüse.

Alle Speisen waren überaus ansprechend präsentiert, und erst die exotischen Geschmäcke, die unsere Gaumen kitzelten!

Gerne hätten wir mehr gegessen, doch es war bereits (fast) zuviel – nur noch Platz für ein Dessert.

So bestellten wir Profiteroles und einen Café zum Abschluss.

Zusammenfassung

Das Yamasaki ist mit Sicherheit kein „Top-Level“ Sushi-Restaurant, wie könnte es auch bei diesem Preis. Wohltuend hebt es sich aus der Masse der Woks heraus, mit einem anderen Konzept, Präsentation und Qualität. Wir waren begeistert ob der Verschiedenartigkeit der Geschmacksrichtungen und immer wieder aufs neue angenehm Überrascht.

Wir kehren sicher zurück, es gibt noch viel auf der Karte zu entdecken!

PS: Hunde sind draußen erlaubt.


Ein beidarmig zu umfassender Baum
wächst aus des Sprösslings feinstem Flaum,
ein Turm, der einmal neunstöckig werde,
erhebt sich aus einem Häufchen Erde.
Eine Reise, tausend Meilen lang,
mit einem ersten Schritt fing sie an!
aus Japan,
ein Zitat aus dem 64. Kapitel des Tao Te King



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Restaurants

Auf Empfehlung der Literatur- und Kulturfreude

Als ob es eine Kunst wäre, mit viel Geld ein anständiges Mahl herzurichten! Kinderleicht ist das, der größte Esel bringt das Zuwege. Wer sein Handwerk versteht, der braucht wenig Geld und kocht trotzdem gut.
Molière (1622 – 1673),
eigentlich Jean-Baptiste Poquelin, französischer Komödiendichter und Schauspieler

Gutes Essen muss nicht viel kosten!

Sie werden sich Fragen, warum haben wir Empfehlungen für Restaurants hier, auf der Webseite der Literaturfreunde?

Es gibt darauf eine einfache Antwort:
Wir, die Literatur- und Kulturfreunde goutieren ein gutes Essen genau so, wie ein gutes Buch genossen wird …

Zu einem kultivierten Lebenswandel gehört schmackhaftes Essen einfach mit dazu; das war schon immer so. Aber wie Molière  richtig sagt: mit viel Geld kann das jeder Esel!

Wir waren deshalb für Sie auf der Suche. Um die 10 Euro sollte ein Menü ungefähr kosten und die Gaststätte ein ansprechendes Ambiente aufweisen, die Speisen frisch und appetitlich dargeboten werden.

Lassen Sie sich überraschen, wir haben echte Perlen entdeckt! Im Laufe der Zeit kommen sicherlich noch weitere Restaurants hinzu, also schauen Sie ruhig ab und zu einmal rein …

Dabei haben wir keine Scheu an den Tag gelegt, um auch exotische Gaststätten nicht außer Acht zu lassen. Selbstverständlich sollen auch Spanische, und die „gutbürgerliche“ Deutsche Küche nicht fehlen.

Wir wünschen Ihnen schon mal viel Spass beim Testen unserer „Geheimtipps“, lassen Sie uns gerne per Kontaktpage an Ihrer Erfahrung teilhaben, vor allem aber einen „guten Appetit“

Restaurants, für Sie getestet

Wenn vorhanden, haben wir die Webseite, die Facebook-Adresse und einen Link zu Tripadvisor für weitere Informationen hinzugefügt.

Für weitere Tipps von Ihnen wären wir sehr Dankbar.


Dénia

Ondara

Vergel


Ein kleiner Gruß zum Advent …

Wir haben diese amüsante Video im Internet gefunden und konnten es Ihnen nicht Vorenthalten:


Zum Abschluß noch ein Gedicht von Wilhelm Busch:

Es wird mit Recht ein guter Braten

Es wird mit Recht ein guter Braten
Gerechnet zu den guten Taten;
Und daß man ihn gehörig mache,
Ist weibliche Charaktersache.
Ein braves Mädchen braucht dazu
Mal erstens reine Seelenruh,
Daß bei Verwendung der Gewürze
Sie sich nicht hastig überstürze.
Dann zweitens braucht sie Sinnigkeit,
Ja, sozusagen Innigkeit,
Damit sie alles appetitlich,
Bald so, bald so und recht gemütlich
Begießen, drehn und wenden könne,
Daß an der Sache nichts verbrenne.
In Summa braucht sie Herzensgüte,
Ein sanftes Sorgen im Gemüte,
Fast etwas Liebe insofern,
Für all die hübschen, edlen Herrn,
Die diesen Braten essen sollen
Und immer gern was Gutes wollen.
Ich weiß, daß hier ein jeder spricht:
Ein böses Mädchen kann es nicht.
Drum hab ich mir auch stets gedacht
Zu Haus und anderwärts:
Wer einen guten Braten macht,
Hat auch ein gutes Herz.
Wilhelm Busch (1832 – 1908),
einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands