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Restaurante Casa Lili

Ein neuer gastromischer Stern ist in Moraira aufgegangen. Das ehemalige Casa Andaluz wurde komplett umgebaut, aufwändig und sehr geschmackvoll Renoviert und beherbergt jetzt das Restaurant und Hotel Casa Lili.

Tresen und Rezeption

Nichts zeugt mehr vom angestaubten „Charm“ des alten Casa Andaluz, edle Materialen und schickes Interieur haben statt dessen den Platz eingenommen; auch die Räume des Hotels waren Bestandteil der Umbaumaßnahmen.

Das asiatische Yin und Yang, gepaart mit den örtlichen Baumaterialien, wie z.B. Sandstein von der Küste fusionieren harmonisch miteinander, eine gelungene Kombination. Dazu Gesellen sich Pflanztöpfe, die insbesondere im Saal des Cafés ausgesprochen gut zur Geltung kommen. Es bietet sich ein Ambiente zum Wohlfühlen.

Die Speisen

Das Restaurant

Nachdem wir plaziert wurden und die Getränke bestellt hatten, wurde ein Blick in die Speisekarte geworfen. Ich war überwältigt! Entgegen des üblichen Einheitsbrei beim „Chinesen“ war eine bunte Mischung der asiatischen Küche zu finden.

Schon bei den Salaten und Vorspeisen erkannte man das Konzept des Restaurants: Neben Japanischer, Thailändischer und Koreanischer Küche wird vielerlei asiatisches angeboten. Tempura steht neben Tom-Yam-Suppe, Dim-Sum in Eintracht mit Frühlingrollen neben Shao mai, ein Rezept, welches ursprünglich aus der inneren Mongolei stammt und auch in der chinesischen Provinz Guangdong (Kanton) gerne zubereitet wird.

Die bunte asiatische Mischung findet bei den Hauptgerichten ihre Fortsetzung: chinesisches Hühnchen Gon Bao, pikantes Rind- oder Hühnerfleisch nach Szechuan Art, Pekingente oder Ente in Orangensauce, koreanisches Schweinefleisch oder ein Thaicurry mit Gambas, Rind oder Hühnchen, mit grüner oder roter Sauce.

Auch das berühmte thailändische Massaman – Curry steht auf der Karte. Der König Phra Phutthaloetla war von diesem Gericht so beeindruckt, dass er darüber, genauer gesagt über eine Köchin, ein Gedicht schrieb, welches jedem thailändischen Schüler bekannt ist, wird es doch bereits in der Grundschule auswendig gelernt.

Die ersten Zeilen lauten folgendermaßen:

Masaman, Juwel in meinen Augen, duftender Kreuzkümmel, scharfer Geschmack. Jeder Mann, der von ihrem Curry kostet, kann nicht umhin, von ihr zu träumen.

Weiterhin kann man aus einer großen Anzahl von Nudel- und Reisgerichten wählen.

Nigiri

Als ob dies alles nicht genug wäre, gibt es auch noch japanische Speisen wie zum Beispiel Gambas mit Unagi Sauce, köstlich!

Selbstverständlich bietet das Casa Lili auch hochwertiges Sushi in Form von Makis, Nigiri, Sashimi, Temaki und vegetarische Gerichte an.

Ein einziger Besuch in dem Restaurant reicht unmöglich aus, man wird ja förmlich dazu gezwungen wieder zu kommen, muss man doch den Rest der Karte unbedingt probieren, so umfangreich und vielfältig ist die Auswahl!

Das Menü

Wir hatten uns für das mit 10.95 € sehr preiswerte Tagesmenü entschieden. Es stehen auch 2 japanische Menüs zur Auswahl.

Wir bestellten erstmal für eine Sauer-Scharf Suppe. Man merkte sofort den Unterschied zu anderen Restaurants: eine kräftige Brühe mit frischem Gemüse, eine Spur von Zitronengrass – angenehm pikant – keine Gelatine als Bindemittel, großartig; wir waren auf den zweiten Gang gespannt.

Ich hatte den mongolischen Fleischspieß und Natascha die Frühlingsrolle mit süß-scharfer Sauce. Ein guter „Zwischengang“.

Als Hauptgericht hatte Natascha dann die Ente in Orangensauce bestellt, ich nahm mit dem thailänischem grünen Curry mit Rindfleisch vorlieb – Thai-Restaurants sind hier an der Costa Blanca ja rar gesäät. Dazu natürlich Reis.

Nach kurzer Wartezeit wurden dann die Hauptspeisen aufgetragen, die Ente war schön knusperig und sah schon einmal sehr gut aus. Mein Curry wurde auf einem Stövchen in einem gusseisernen Topf serviert. Dazu kam, in kleinen Bambus-Tönnchen zum warmhalten, der Reis. Es war der gebratene „Drei Köstlichkeiten“ Reis mit Ei. Welch Entäuschung, hatte ich doch auf den leckeren thailändischen Jasmin-Reis gehofft – sehr schade, aber der gute Geschmack des Reis „Tres Delicias“ tröstete mich immerhin ein wenig darüber hinweg.

grünes Thaicurry

Auch hätte ich gedacht, das das Gericht schärfer wäre – hat der Kellner dies doch extra angekündigt. Naja, die verpimpelten Spanier essen ja nicht scharf, beim nächsten Besuch bin ich vorgewarnt.

Nichtsdestotrotz war das Essen famos, durch die Kokosmilch hatte das Curry eine herrlich cremige Konsistenz, dazu butterweiches Fleisch und frisches Gemüse – Köstlich! Bei Wiederholung dann in Scharf 😉

Während ich genüsslich den Cortado zum Abschied schlürfte wurde Bilanz gezogen. Wir waren begeistert vom gediegenen Ambiente, sehr zufrieden mit der freundlichen, zuvorkommenen (und fleißigen) Bedienung und vor allem von den Speisen; wir waren uns einig: Gerne wieder, es gibt noch viel zu probieren, auf ein nächstes Mal.

In diesem Sinne, adiós, Gerdi


Casa Lili

Autorenlesung Dr. Elke Vesper

Einladung zu unserer 50. Veranstaltung:

 Eine Autorenlesung  mit   

D r.   E l k e   V e s p e r

Am Mittwoch, 11. Juni 2014, Beginn 20 Uhr,

im  C a f e   d e l   M a r , Moraira, Centro Algas.

Carretera Moraira – Calpe km 9. Kostenbeitrag 7 €.

Dr. Elke Vesper vor Spiegel Elke Vesper, geboren in Hamburg, studierte mit Begeisterung und promovierte über französische Literatur. Sie hat mehrere Berufe erlernt und ausgeübt, ein Jahr in Frankreich und neun Jahre in Spanien gelebt und kommt nun immer wieder gerne zeitweise nach Calpe. – Siehe Web: www.elkevesper.de 

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29. Januar 2014 – Vortrag von Sylvia Alphéus und Dr. Lothar Jegensdorf

Einladung zum anspruchsvollen Vortrag:

Sylvia Alphéus und Lothar Jegensdorf„Komm in den Myrtengarten, dort wachsen Flügel Dir!“

Lyrik der Sepharden im muslimischen und christlichen Spanien.
Am Mittwoch, 29. Januar 2014, Beginn 20 Uhr, im  Cafe del Mar,
Moraira, Centro Algas. Küstenstraße Moraira – Calpe km 9.

29. Januar 2014 – Vortrag von Sylvia Alphéus und Dr. Lothar Jegensdorf weiterlesen