Das Gedicht „warum – warum?“ von Paul Schlieman.

Liebe Freunde!

Es gibt ein wunderbares Hippie-Gedicht vom Autor und Dichter  Paul Schliemann, das er 1967 (!) geschrieben hat, lesen Sie selbst, und von der Schweizer Kusnstmalerin Romy Köster  ein Hippie-Bild (aus ihrer Vintage-Retro Serie), das dazu passt:

 

Warum  –  Warum ?

Oh, ihr Gammler, ihr Hippies,

ich kann euch verstehen.

Ihr wollt dem Krampf der Welt widerstehen.

Ihr seid glücklich mit Blumen im Haar.

Ihr lebt ein Leben – wunderbar.

Mit Liebe wollt ihr die Welt bezwingen.

Doch leider, es wird euch nie gelingen.

Der Traum, den ihr träumt, zerbricht einmal.

Und dann steht ihr wieder nackt in der Qual.

Das Leben ruft euch doch wieder zurück.

Vorbei ist der Traum vom großen Glück.

Noch frieren eure Kinder und schreien nach Brot.

Und eines Tages, dann packt euch die Not.

Man wird doch älter, was kommt dann ?

Ach, ihr Glücklichen, ihr denkt nicht daran.

 

Jung bin ich, so wie ihr.

Und ich wollt, ich könnte leben so wie ihr.

Doch leider passt es nicht zu mir.

Ich denke anders. Warum ?

Oh Gott, bin ich so dumm ?

Doch nein, auch ich hab meine Träume,

in denen ich nichts versäume.

Ich erlebe ohne LSD

den roten Himmel. Und sehe

Blumen blühen im Schnee.

Ich seh Sterne tanzen auf nackten Leibern.

Sehe Knaben schlafen mit alten Weibern.

Die Welt sehe ich offen, wie ein Buch.

Und aus ihr brüllt ein heißer Fluch.

Er lässt mich richtig erzittern.

Und langsam wieder die Wirklichkeit wittern.

Und dann steht man wieder da

und weiß nicht, was vorne und hinten war.

Dann packt einen das Leben wieder

mit seinen Alltagssorgen.

 

Und man ist so blöd und denkt an Morgen.

Warum kann man sich nicht den Träumen hingeben ?

Warum muß man unbedingt sein Leben leben ?

 

Achtung Kopie verboten, da alle Rechte bei den beiden Künstlern!