Archiv der Kategorie: Lesung

„Lernen Sie den unbekannten Nachbarn Rumänien kennen.“

Einladung der Literatur- und Kulturfreunde

für Donnerstag, 26. April 2018, im Restaurante PEDRAMALA/Benissa, Beginn 16 Uhr,             Ctra. La Fustera 60, Tel.: 965 748 315. Eintrittsspende 8 €, inklusive ein Getränk.

Thema: „Lernen Sie den unbekannten Nachbarn Rumänien kennen.“

Es kommt die mehrfach ausgezeichnete und prämierte Autorin, Journalistin, Spanienkorrespondentin des rumänischen Tourismusmagazin „Romania Pitoreaca“ und Redakteurin verschiedener rumänischer Publikationen in Irland, Kanada, Australien, USA, Neuseeland und Zypern, und 5-prachige Übersetzerin speziell für Deutsch, Englisch und Spanisch

D r .   G a b r i e l a   C a l u t i u   S o n n e n b e r g .    *********************************************************   

Lesen Sie bitte ihre interessante Vita hier in     Gabriela Sonnenberg      meiner Homepage unter Künstlerportraits.
Gabriela ist seit langem bereits aktiv bei den Treffen der Literaturfreunde eingebunden, sehr beliebt und erfreute uns schon oft mit ihrem schriftstellerischem Können.

Wir wollen nun von dieser Autorin einige Geschichten aus ihrem neuen hochgelobten Buch BOLERO hören, das sie gerade ins Deutsche übersetzte. Sie wird uns auch verschiedenes aus ihrem Leben in ihrem Heimatland Rumänien erzählen.

Wir begeben uns auf einen kulturellen Streifzug, bei dem wir ein wenig Info mit Fotos und Gedichte von berühmten Poeten hören, natürlich schöne Panflöten Musik von Gheorghe Zamfir (1), von der Literaturnobelpreisträgerin(2009) Herta Müller (2) gibt es ein starkes Fragment zum Thema Ceausescu, und eine Passage aus einem Buch von Manfred Kravatzky (3), in dem er nüchtern die Leiden der Bevölkerung schonungslos offen legt.

Künstler aus Rumänien

Das Ganze würzen wir mit ironisch-humorvollen Texten aus dem Büchlein AUFGESPIESST – der ewig faszinierende Alltag in Rumänien – von Benjamin Józsa (4).

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Unser Gast: Luitgard Maria Matuschka

 Filmproduzentin und Geschichtenschreiberin.

Luitgard Maria Matuschka arbeitete und lebte in verschiedenen Kontinenten, angefangen hat alles in Peru, da war sie als Doktorandin in Lateinamerika, später als Expertin auch in Asien und Osteuropa. Zuletzt war sie als Führungskraft der offiziellen Entwicklungs-zusammenarbeit über viele Jahre in verschiedenen Ländern des südlichen Afrikas tätig.

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Barriere(un)freier Nachbericht

 

Carlos Wolf und seine Lesung mit Risiken und Nebenwirkungen, von einer Zuhörerin:

Carlos packte seinen Rollstuhl ein, fuhr viele Kilometer aus Aguilas im Süden der Costa Blanca, um Nataschas Einladung zu folgen.

Im Gepäck hatte er seine Gedanken und Anekdoten, um aus seinem Leben zu erzählen. Gar nicht so einfach, wenn einem die Beine seit über vierzig Jahren nicht gehorchen. Die Wirkung der Lesung war anders als erwartet. Carlos wurde, wie wunderbar eigentlich, ohne seinen Rollstuhl gesehen. Die Botschaft, sich in das Leben und die Empfindungen des weit gereisten Mannes hineinzudenken, verfehlte jedoch bei einigen Gästen ihren Weg.

Der Blickwinkel war anders eingestellt, nämlich auf den eigenen Unterhaltungswert.

Vielleicht war es verwirrend locker aus den leblosen Beinen geschüttelt, und anders als bisherige literarische Abende. Jedoch stellt sich hier die Frage: Warum wurde es teilweise kritisch gehört und nicht aus der Perspektive von Carlos betrachtet?

 

Ein Rollstuhlfahrer kann sich körperlich nicht zu seiner eigentlichen Größe aufrichten. Zudem benötigt er manchmal Hilfe. Er hat nicht nur gegen subtile Diskriminierungen und menschliche Barrieren zu kämpfen, er bekommt auch ewig blöde Fragen über Sexualität gestellt, seine Beziehungen können fragwürdig und enttäuschend sein und er schaut, wenn seine Gesprächspartner vor ihm stehen, nach Oben oder auf die Gürtellinie.

Mit diesem Empfinden hätte man seine Worte verstehen und annehmen können. Doch, statt Verständnis und Empathie war teilweise Empörung im Raum.

Vielleicht hätte Carlos Wolf etwas anderes erzählen können, aber es ist nicht so einfach, wenn man durch das Leben rollt. Einige Tropfen Einsamkeit und Unsicherheit, waren aus seinen Worten zu hören.

Warum also Empörung und nicht Empathie?

Danke, Natascha und Carlos , mir  hat der Abend viel bedeutet.

Eine Zuhörerin

 

Ein großes Dankeschön an die Zuhörerin.

Und hier meine (Nataschas) Meinung dazu:

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