Archiv für den Monat: März 2018

Zwei Gedichte von Christian Catterfeld

Zum heutigen 85. Geburtstag von Christian Catterfeld, am 24. 03., hier eine „extra“ Würdigung:

F r ü h l i n g s e r w a c h e n

Nach des Winters kühler Starrheit kommt der Frühling sanft ins Land,                                              Küsst die Knospen vieler Blüten, hinterlässt ein Farbenband.

Schon im Januar blüh´n die Mandeln, scheint mir wie ein Blütenmeer.                                      Und verzaubert unsre Herzen, wenn wir wandern drunter her.

Auch das Blühen der Mimosen ist so unvergleichlich schön.                                                                 Wie der Himmel voller Sterne, Wunder, die stets neu gescheh´n.

Wenn die Margariten blühen, mit dem Mohn in seiner Pracht,                                                          Ganze Felder uns verzaubern, wie hat ER das nur gemacht?

In uns fühl´n wir neues Leben, mit des Frühlings junger Kraft.                                                          Sie wird unsre Seele heben, hat so oft es schon vollbracht.

„Frühlingserwachen“ zum Frühlingsanfang und „Liebe ist …“, als kleiner Vorgeschmack auf unsere nächste Lesung im April mit Dr. Elke Vesper (Ist unsere Liebe noch zu retten?):

L i e b e   i s t  . . .

Liebe ist des Lebens Quelle, die sich in mein Herz ergießt.

Liebe ist der Strom des Lebens, der durch alle Wesen fließt.

Liebe schaffet alles Neue und schenkt Deinen Freuden Raum.

Sie verleiht der Seele Flügel und erhebt Dich wie im Traum.

Liebe ist der Hauch des Frühlings mit der Blüten holden Pracht.

Liebe ist das sanfte Glitzern in der klaren Winternacht.

Liebe ist der Hauch des Friedens und das Glück, sich zu versteh´n.

Liebe ist der Hoffnung Wurzel, sie wird ewig nicht vergeh´n.

Liebe ist die nächste Nähe, die uns inniglich vereint.

Liebe öffnet jene Sphäre, die mir wie der Himmel scheint.

Liebe lenkt den Lauf der Sterne und führt uns durch Leid und Glück.

Liebe ist des VATERS Flüstern, komm´mein Kind zu mir zurück!

 

Der Mathematiker, Physiker und pädagogische Studiendirektor, der sein ganzes Leben schöne Gedichte liebte, hatte auch keine Mühe selbst immer wieder in verschiedenen Lebenssituationen passende Gedichte zu schreiben.

Aber was hat Mathematik und Physik mit seinen Gedichten zu tun?                                                   Er sagt: „Diese beiden Wissenschaften können Perspektiven in andere Dimensionen eröffnen oder erleichtern…“

Alle Gedichte widmet er immer gerne seiner geliebten Frau Anke .

Vielen Dank lieber Christian und liebe Anke für Eure Freundschaft, Loyalität und Hilfe all die Zeit bei und mit den Literatur- & Kulturfreunden.

Herzlichst und bitte noch lange, lange Zeit so weiter…

Eure Natascha

 

 

Unser Gast: Luitgard Maria Matuschka

 Filmproduzentin und Geschichtenschreiberin.

Luitgard Maria Matuschka arbeitete und lebte in verschiedenen Kontinenten, angefangen hat alles in Peru, da war sie als Doktorandin in Lateinamerika, später als Expertin auch in Asien und Osteuropa. Zuletzt war sie als Führungskraft der offiziellen Entwicklungs-zusammenarbeit über viele Jahre in verschiedenen Ländern des südlichen Afrikas tätig.

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Barriere(un)freier Nachbericht

 

Carlos Wolf und seine Lesung mit Risiken und Nebenwirkungen, von einer Zuhörerin:

Carlos packte seinen Rollstuhl ein, fuhr viele Kilometer aus Aguilas im Süden der Costa Blanca , um Nataschas Einladung zu folgen.

Im Gepäck hatte er seine Gedanken und Anekdoten, um aus seinem Leben zu erzählen. Gar nicht so einfach, wenn einem die Beine seit über vierzig Jahren nicht gehorchen. Die Wirkung der Lesung war anders als erwartet. Carlos wurde, wie wunderbar eigentlich, ohne seinen Rollstuhl gesehen. Die Botschaft, sich in das Leben und die Empfindungen des weit gereisten Mannes hineinzudenken, verfehlte jedoch bei einigen Gästen ihren Weg.

Der Blickwinkel war anders eingestellt, nämlich auf den eigenen Unterhaltungswert.

Vielleicht war es verwirrend locker aus den leblosen Beinen geschüttelt, und anders als bisherige literarische Abende. Jedoch stellt sich hier die Frage: Warum wurde es teilweise kritisch gehört und nicht aus der Perspektive von Carlos betrachtet?

 

Ein Rollstuhlfahrer kann sich körperlich nicht zu seiner eigentlichen Größe aufrichten. Zudem benötigt er manchmal Hilfe. Er hat nicht nur gegen subtile Diskriminierungen und menschliche Barrieren zu kämpfen, er bekommt auch ewig blöde Fragen über Sexualität gestellt, seine Beziehungen können fragwürdig und enttäuschend sein und er schaut, wenn seine Gesprächspartner vor ihm stehen, nach Oben oder auf die Gürtellinie.

Mit diesem Empfinden hätte man seine Worte verstehen und annehmen können. Doch, statt Verständnis und Empathie war teilweise Empörung im Raum.

Vielleicht hätte Carlos Wolf etwas anderes erzählen können, aber es ist nicht so einfach, wenn man durch das Leben rollt. Einige Tropfen Einsamkeit und Unsicherheit, waren aus seinen Worten zu hören.

Warum also Empörung und nicht Empathie?

Danke, Natascha und Carlos , mir  hat der Abend viel bedeutet.

Eine Zuhörerin

 

Ein großes Dankeschön an die Zuhörerin.

Und hier meine (Nataschas) Meinung dazu:

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